Unendliche Webseiten

9. November 2006

Der Humanized Reader macht es. Und Pursudo macht es auch.

Beide bieten dem Nutzer unendliches Scrolling. Weiterblättern ist nicht mehr erforderlich:

Using Ajax we can dynamically fetch more results and append them to the bottom of the page, as the user approaches the end of the content they have already read. This pattern removes the need for pagination, feeding your customer as much data as they care to read in a subtle, non-intrusive way.

A mandatory mouse click every page takes a user’s attention off of the content they are looking at, forcing them to ponder which page they should be on. It’s not an optimal, natural progression.

Sobald eine Seite komplett nach unten gescrollt wurde, werden automatisch neue Inhalte nachgeladen. Das ist praktisch. Der Click zur nächsten Seite entfällt. (Javascript muss natürlich aktiviert sein.)

Ich warte auf das erste Keine-nächste-Seite-mehr-Wordpress-Plugin für das unendliche Blog.

13 Kommentare

Nicht zu vergessen: Google Reader ;-).

Auf das WordPress Plugin warte ich natürlich auch.

Gerd Kamp am 10. November 2006. #

Ja, Google Reader kann es auch. Habe ich hier rausgelassen, da nur mit Registrierung zu testen …

georg am 10. November 2006. #

“Klicksau” ohne Klicks. Toll ;-)

Christian am 10. November 2006. #

Für Blogger würde ich mir sowas auch mal wünschen. Erst letztens darüber philosophiert

Steffen am 10. November 2006. #

Tolle Wurst. Vor allem dann, wenn ich ganz unten bin und dann ganz oben noch mal eben was lesen oder kommentieren will. Mal davon abgesehen das Bookmarks auf eine bestimmte “Seite” dann nicht mehr möglich sind.

Also ich find’s nicht so wahnsinnig witzig. Vor allem die Begründung warum ein unendliches Scrollen besser als ein Klick sein soll: Da so die Aufmerksamkeit des Lesers vom Inhalt auf den Button abgelenkt wird.
Was’n Schmarrn. Das passiert nur dann, wenn der Button so toll durchgestylt ist, dass man ihn erst lange suchen muss.

Man könnte auch ein kleines JavaScript schreiben, so dass man mit der linken Maustaste zurück und mit der rechten vorblättern kann. Oder, damit die Mac-User nicht sinnlos rumheulen, rechts und links im Blog Bereiche einrichten, die beim Überfahren mit dem Mauspfeil vor- und zurückblättern.

Aber das sind alles so Lösungsansätze die ich auf etlichen Homepages schon durchgekaut und wegen absoluter Blödsinnigkeit verworfen habe.
Die native Navigation im Web ist der Klick. Schluss, aus, basta.
Oder gibt’s demnächst Zeitungen auf Klopapierrollen damit man nicht mehr durch das Umblättern vom Text abgelenkt wird?

Ralf am 10. November 2006. #

[...] üblicherweise scollt man an das Seitenende eines Blogs. Und klickt dort auf “ältere Artikel anzeigen” bzw. “Page 2…”. Beim Humanized Reader (oder auch Google Reader) sieht man aber eine interessante Lösung: Man scrollt ans Ende und es werden dann automatisch ältere Artikel nachgeladen., Theoretisch kommt man nie ans Ende. [...]

Basic Thinking Blog » Ajax: Unendliches Scrollen am 10. November 2006. #

Ralf: Bookmarks würden doch weiterhin auf den Permalink des Eintrags gesetzt. Zurück nach oben gehts immer schnell mit der Maus und dem Scrollbalken am rechten Fensterrand …

Für Blogs finde ich das in der Usability interessant. Die Inhalte werden einfach zugänglicher und die chronologische Ordnung eignet sich aus meiner Sicht prima fürs Nachladen.

Du hättest sicher das Zeug dafür, so ein Plugin zu bauen ;-)

georg am 10. November 2006. #

Sieht auf den ersten Blick gut aus, hat aber auch (ggf.) zeitliche Verzögerungen, die der Ladezeit einer weiteren Seite nicht nachstehen. Lasse mich positiv überraschen…

Jörg Petermann am 11. November 2006. #

Ich hab mal ein bisschen mit dem Script rumgespielt, obwohl ich das eigentlich ähnlich sehe wie Ralf bin ich doch hin und her gerissen. Leider funktioniert es nur so wie man sich das vorstellt, wenn man mit dem Firefox unterwegs ist. Im IE müsste “If you are using the scroll bar, release the mouse to see more posts.
” eigentlich mit einem “..and click into the site..” ergänzt werden – was das Ganze recht umständlich zu bedienen macht. Oder kann man die IE-Nutzer mittlerweile vernachlässigen ?

Warten wir mal auf die nächste Version des Scripts … dann gibts vielleicht mal ein WP-Plugin :-)

Google hat das übrigens besser gelöst …

steffx am 11. November 2006. #

…was an dem Script auch unschön ist:
Auch die erste Seite wird per Ajax-Request (also JavaScript) ins DOM eingesetzt.
Der Google-Bot wird also eine leere Seite vorfinden.

steffx am 12. November 2006. #

So wie steffx schon schreibt, JavaScript (Ajax) ist nicht jedermanns Sache.
Mal “ebend” ein Plugin schreiben ist leider auch nicht. Denn man benötigt eine Alternative falls jemand kein JavaScript aktiviert hat. Sieht eher danach aus, als wenn man das komplette Template umkrempeln müsste.
Hinzu kommen die in Blogs häufig verwendeten Bilder von Drittanbietern (z.B. Flickr). Während das normale HTML darauf ausgelegt ist erst alle Daten zu laden und nach Möglichkeit alles anzuzeigen, könnte sich die Webseite mit dem Script zusammen aufhängen und dann geht gar nichts mehr.
Obendrein sehe ich die Gefahr das der Browser irgendwann nicht mehr mitspielt. Man möge sich mal dieses Script im Blog von Robert Basic vorstellen, der manchmal bis zu 30 Beiträge pro Tag schreibt. Wenn ich da 2-3 Monate lang durchs Blog scrolle, habe ich irgendwann eine riesige Datei im Cache liegen (Texte, Bilder, Videos, Töne, usw.). Da kommt schnell die Frage auf, ob jeder Browser damit klar kommt.

Von den technischen Problemen mal abgesehen, finde ich es immer noch nicht wirklich intuitiv. Als Leser erwarte ich das eine Webseite irgendwann auch mal zu ende ist. Wenn ich mich da tot scrolle weil selbst noch Beiträge aus dem Jahr 2001 angefügt werden, komme ich mir irgendwann veräppelt vor.
Anhand meiner Logfiles kann ich auch sehr gut erkennen das nur die allerwenigsten Besucher sich mal durch das Blog klicken. Alle 3 Monate mal jemand der mehr als 3 Seiten anschaut. Kann sein das es in anderen Blogs anders aussieht. Ich denke aber das grade bei Blogs gezielt Beiträge angeklickt werden (Trackback/Link/Link aus den Feeds) bzw. der Besucher sich nur die letzten Beiträge anschaut.

Vorstellen könnte ich es mir so: Normaleinstellung sind 5 Beiträge die auf der Startseite angezeigt werden. Scrollt der Besucher runter, dann werden alle Beiträge der Woche/des Monats nachgeladen. Oder halt die nächsten 15 Beiträge. Danach kommt der klassische Link der nachfragt ob man sich die vorhergehende Woche/Monat/15 Beiträge auch anschauen möchte.
Alles andere empfinde ich als unsinnige Spielerei die mit sinnvollem Einsatz von Ajax nur noch wenig zu tun hat.

Ralf am 12. November 2006. #

Scrollen ohne Ende! Und genau das ist das bessere daran. Denn beim Google Reader geht kein Artikel verloren. Bei Bloglines hingegen ist bei 100 Schluss. Zudem wird nach 25 Artikeln nachgeladen, somit bietet der Reader eine schnelle Ladezeit, und die restlich verbleibenden Feeds (25)werden auch angezeigt. Außerdem gibt es ja auch noch den Button “Mark all as Read”

Olaf am 12. November 2006. #

Mit einer Weiche für nicht Javascript menschen eine super Sache *find

w4yne am 13. November 2006. #

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