Wann es sich lohnt, ein wenig mehr auszugeben

Vor kurzem im Business Insider einen Artikel gelesen. Da wurden 15 Dinge aufgezählt, für die es sich lohnen sollte, ein wenig mehr auszugeben. Sowas wie Matrazen, Schuhe, Winterjacken, Amazon Prime, Werkzeug, Weingläser, Rucksack. Da kann man nur zustimmen.

Mir sind noch Geschenke eingefallen. Man sollte ja immer nur verschenken, was man auch selbst gerne hätte. Und das kann dann auch wieder teuer werden.

Junge Leute geben Ihr Geld in erster Linie für Ausgehen, Nachtleben und Kleidung aus. Sagt die Statistik, und das ist natürlich nicht verwunderlich. Und zunehmend mehr geben die Deutschen offenbar für Fitnessstudio, Restaurant und Anti-Stress-Massage aus. Am Ende alles eine Frage der Prioritäten, was man sich gönnen mag. 800.000 Menschen in Deutschland sind tatsächlich sogar kaufsüchtig. 1% der Bevölkerung!

„Ich habe viel Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest hab’ ich einfach nur verprasst.“ sagte einst George Best, die britische Fußball-Legende.

Long time no see

„Long time no see“ ist ein englischsprachiger Gruß für Menschen, die sich eine Weile nicht gesehen haben. Es soll wohl eine Imitation von gebrochenem Englisch sein. Obwohl grammatikalisch unkorrekt, ist „Long time no see“ ein feststehender Ausdruck.

 

M Monochrom, X2 und 50mm f2.0 ASPH Summicron – Leica 2012

Leica hat heute im Rahmen der Veranstaltung „Das Wesentliche“ in Berlin ein paar neue Produkte vorgestellt. Erwartungsgemäß bietet die Leica Camera AG nun ein M Modell mit Monochrom Sensor, eine X2, ein 50mm f2.0 ASPH Summicron Objektiv und eine kaum erwähnenswerte V-Lux 40 an.
leica M monochrom

Die neue Leica M Monochrom ist leider nicht so geworden, wie ich sie mir vorgestellt hätte. Gehäuse und Bedienkonzept wie bei der M9, allerdings mit vielversprechendem neuen monochrom CCD-Sensor. Im Menü stecken Programme für unterschiedliche schwarz-weiß Tonungen (Sepia, Kalt- oder Selenton). Der Sensor wie bei der M9 mit 18 Megapixel, aber dafür mit beachtlichen 10.000 ISO und „unvergleichlicher Schärfe“, die der schwarz-weiß Sensor möglich macht. Und schwarzes Chrom Finish. Dazu gibt es neben Adobe Lightroom neue Add Ons, nämlich Silver Efex Pro 2 und „exklusive Schwarz-Weiß-Abzüge“ auf Baryt-Fotopapier bei WhiteWall. Der Preis für den Body dürfte so bei 6.000 Euro liegen.

Die neue X2 ist auch nicht so, wie ich sie mir gewünscht hätte. 16,1 Megapixel APS-C CMOS Sensor, Elmarit 1:2.8/24mm ASPH Objektiv (entsprechend 35mm auf Vollformat). Alles in allem eine X1, nur mit mehr Megapixel.

Das Objektiv fährt immer noch mit der Nase aus dem Gehäuse. Das ist hässlich und geht eigentlich gar nicht. Mehr Mut zu einer minimalistischen X2 Variante wäre mir lieber gewesen.

Also doch ein halbherziges Wettrennen mit der Konkurrenz aus Asien, anstatt konsequent auf Qualitätssteigerungen und einfaches Bedienkonzept zu setzen?

Bin insgesamt ein wenig enttäuscht. Das Summicron ist nett (wie immer „ein neuer Meilenstein in der Geschichte des Optik-Designs„), aber wenn man ein Summilux 50 schon hat …. Die X2 ist ein vorsichtiges Upgrade. Eine M Monochrom Kamera ist saucool, aber wenn nur der Sensor angefasst wird, dann auch kein Meilenstein. Ich werde mir nichts von alldem kaufen und bleibe bis auf weiteres zufriedener Kunde mit M9 und M6.

Istanbul

Über das Wochenende war ich mit einem Freund in Istanbul. Wir sind auch in die Außenbezirke gefahren und haben abseits ausgetretener Touristenpfade Fotos gemacht.

Spielende Kinder in Istanbul

 

Leica M9 mit Voigtländer Heliar 15 mm

Nach dem Sucher wurde nun endlich auch das gute Voigtländer Objektiv für die Leica geliefert. Habe beides gleich mal an die M9 gesteckt.

Leica M9 Voigtlaender 15mm

Die Linse ist nicht nur preiswert, sondern auch extrem kompakt und scheint zudem sehr hochwertig gebaut. Der Objektivdeckel hakelt ein wenig beim auf- und absetzen, und die Tasche fehlt im Lieferumfang. Aber wen stört das.

Das Voigtländer Heliar 15 mm ASPH arbeitet verzeichnungsfrei und hochauflösend. Ein optischer Traum. Der Weitwinkel ist extrem, man muss schon höllisch aufpassen, dass keine Finger oder Ärmelränder mit aufs Bild kommen. Die Tiefenschärfe ist atemberaubend, definitiv schnappschuss-tauglich.

Die hintere Schnittweite des Objektivs ist bauartbedingt sehr kurz, das Licht trifft extrem schräg auf die Bildebene. Für analogen Film ist das kein Problem, aber für den Sensor der M9 schon. Es kommt zu Farbveränderungen an den Rändern. Und so sind die ersten Testaufnahmen zwar knackscharf und vielversprechend, aber die violetten Verfärbungen auch deutlich zu erkennen.

voigtlaender-heliar

Werde am Wochenende in Istanbul ein wenig mit dem 15 mm Voigtländer auf der M9 experimentieren, es bleibt immer die Konvertierung in Schwarz-Weiß ….