Speed Reading

Bücher, Zeitungen, Online, Briefe und alles andere: Schneller lesen können. Die gleichen Informationen in kürzerer Zeit aufnehmen.

In der deutschsprachigen Wikipedia gibt es einen guten Überblick zum Thema. Und u.a. folgende Tipps:

  • Kein Hin-und-Her-Springen, dadurch sinkt die Konzentration.
  • Versuchen, möglichst große Bereiche mit einem Blick zu erfassen.
  • Peripherisches Sehen ständig trainieren.
  • Versuchen, den Hauptgedanken zu verstehen, nicht aber den Sinn einzelner Wörter.
  • Bewusst möglichst schnell und konzentriert lesen.
  • Viel Lesen! Je mehr man trainiert, desto schneller wird man.

Habe hier noch einen anderen guten Artikel zum Speed Reading gefunden. Wirkt sehr fundiert.

Interessante Ergebnisse liefert eine Studie der Wichita State University zu den Einflüssen der Zeilenlänge auf die Lesbarkeit von Online News:

Je länger die Zeile, desto höher die Lesegeschwindigkeit. 95 Zeichen pro Zeile konnten von den studentischen Probanden am schnellsten gelesen werden.

Hängt sicher damit zusammen, dass die längere Zeile nicht so oft mit den Augen gewechselt werden muss.

Einen anderen Weg gehen Online Speedreader Tools wie der Spreeder und der ZAP Reader.

Hier laufen die Wörter unter den unbewegten Augen des Lesers hindurch, wie bei einem Film. Gerade längere Texte können so schnell gelesen werden, da die volle Konzentration auf dem Text ist.

Der ZAP Reader läßt sich prima testen mit der ersten Strophe aus „Das Lied von der Glocke“ von Friedrich Schiller.

Text unten kopieren, diesen Link klicken. Text in den Reader einfügen, „Zap It“ klicken, gewünschte Lesegeschwindigkeit einstellen, und los geht’s …

Fest gemauert in der Erden Steht die Form, aus Lehm gebrannt. Heute muß die Glocke werden, Frisch, Gesellen! seid zur Hand. Von der Stirne heiß Rinnen muß der Schweiß, Soll das Werk den Meister loben, Doch der Segen kommt von oben. Zum Werke, das wir ernst bereiten, Geziemt sich wohl ein ernstes Wort; Wenn gute Reden sie begleiten, Dann fließt die Arbeit munter fort. So laßt uns jetzt mit Fleiß betrachten, Was durch die schwache Kraft entspringt, Den schlechten Mann muß man verachten, Der nie bedacht, was er vollbringt. Das ists ja, was den Menschen zieret Und dazu ward ihm der Verstand, Daß er im innern Herzen spüret, Was er erschafft mit seiner Hand.

Gibt es wirklich Menschen, die 1.000 Wörter pro Minute schaffen?